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<title>Reichsstatthalter</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Reichsstatthalter</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>In der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> im <a href="NS-Staat" title="NS-Staat">Deutschen Reich von 1933 bis 1945</a> gab es <b>Reichsstatthalter</b> für im Wesentlichen den deutschen Teilstaaten entsprechende, reichsunmittelbare Verwaltungsbezirke.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie waren als Beauftragte der Reichszentrale auf der Ebene der <a href="Reichsgau" title="Reichsgau">Reichsgaue</a> mit Überwachungs-, Eingriffs- und Leitungsfunktionen betraut und verantwortlich für die <a href="NS-Staat#Länder_des_„Altreichs“" title="NS-Staat">länderseitige</a> <a href="Gleichschaltung" title="Gleichschaltung">Gleichschaltung</a>, die mit dem <i><a href="Vorl%C3%A4ufiges_Gesetz_zur_Gleichschaltung_der_L%C3%A4nder_mit_dem_Reich" class="mw-redirect" title="Vorläufiges Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich">Vorläufigen Gleichschaltungsgesetz</a></i> vom 31. März 1933 eingeleitet worden war. Ihre Aufgaben entsprachen denen des <a href="Staatspr%C3%A4sident" title="Staatspräsident">Landeschefs</a> oder <a href="Ministerpr%C3%A4sident" title="Ministerpräsident">Ministerpräsidenten</a>, zum Teil in <a href="Personalunion" title="Personalunion">Personalunion</a>, sie waren aber selbst nicht Mitglied der <a href="Landesregierung" title="Landesregierung">Landesregierung</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gesetzliche_Grundlage">Gesetzliche Grundlage</h2></div>
<p>Das Amt wurde auf Grund des <i>Zweiten Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich</i> vom 7. April 1933 gebildet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Befugnisse">Befugnisse</h3></div>
<p>Die neu eingesetzten Reichsstatthalter hatten die Aufgabe, für die Beachtung der vom <a href="Reichskanzler" title="Reichskanzler">Reichskanzler</a> <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Adolf Hitler</a> aufgestellten <i>Richtlinien der Politik</i> zu sorgen, und verfügten unter anderem über folgende Befugnisse:
</p>
<ul><li>Ernennung und Entlassung des Vorsitzenden der Landesregierung,</li>
<li>Auflösung und Anordnung der Neuwahl des Landtags,</li>
<li>Ausfertigung und Verkündung der Landesgesetze,</li>
<li>Ernennung und Entlassung der wichtigsten Staatsbeamten und Richter,</li>
<li>das <a href="Begnadigungsrecht" class="mw-redirect" title="Begnadigungsrecht">Begnadigungsrecht</a>.</li></ul>


<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Land_Preußen"><span id="Land_Preu.C3.9Fen"></span>Land Preußen</h3></div>
<p>In <a href="Freistaat_Preu%C3%9Fen" title="Freistaat Preußen">Preußen</a> übte der Reichskanzler die Geschäfte des Reichsstatthalters aus. Damit sollte der Dualismus <a href="Deutsches_Reich" title="Deutsches Reich">Reich</a>/<a href="Preu%C3%9Fen" title="Preußen">Preußen</a> ein Ende finden; der größte Teilstaat sollte endgültig im Reich aufgehen. Die Befugnisse des Reichsstatthalters in Preußen waren von Hitler bereits am 10. April 1933 dem preußischen Ministerpräsidenten <a href="Hermann_G%C3%B6ring" title="Hermann Göring">Hermann Göring</a> übertragen worden.
</p><p>Seit dem 27. November 1934 wurden ferner „bis zur Durchführung der Neugliederung des Reiches“ in Preußen die <a href="Oberpr%C3%A4sident" title="Oberpräsident">Oberpräsidenten</a> für den Bereich ihrer <a href="Provinz" title="Provinz">Provinzen</a> zu <i>ständigen Vertretern</i> der <a href="Reichsregierung" title="Reichsregierung">Reichsregierung</a> ernannt. Sie hatten die Befugnis, sich von sämtlichen Reichs- und Landesbehörden in ihrem Bereich unterrichten zu lassen und „sie auf die maßgebenden Gesichtspunkte und die danach erforderlichen Maßnahmen <i>aufmerksam</i> zu machen“. Ferner durften sie bei Gefahr im Verzug <a href="Einstweilige_Anordnung" class="mw-redirect" title="Einstweilige Anordnung">einstweilige Anordnungen</a> treffen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Außerpreußische_Länder_(ohne_Saarland)"><span id="Au.C3.9Ferpreu.C3.9Fische_L.C3.A4nder_.28ohne_Saarland.29"></span>Außerpreußische Länder (ohne Saarland)</h3></div>
<p>Für jedes größere <i>außer</i>preußische Land war ein Reichsstatthalter bestimmt. Für Länder unter zwei Millionen Einwohner gab es einen einheitlichen <a href="Zust%C3%A4ndigkeit" title="Zuständigkeit">Amtsbezirk</a> mit anderen Ländern (z.&nbsp;B. Oldenburg und Bremen, Mecklenburg und Lübeck, Lippe und Schaumburg-Lippe) unter einem gemeinsamen Reichsstatthalter.
</p><p>In fast allen Fällen ernannte Hitler ausgewählte <a href="Gauleiter" class="mw-redirect" title="Gauleiter">Gauleiter</a> der <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> zu Reichsstatthaltern; neben Preußen, wo er selbst bzw. Göring dieses Amt versah, bildete einzig Bayern mit <a href="Franz_Ritter_von_Epp" title="Franz Ritter von Epp">Franz von Epp</a> eine Ausnahme.
</p><p>Die landespolitischen Befugnisse dieser Reichsstatthalter/Gauleiter bildeten einen wichtigen Hebel zur nationalsozialistischen Durchdringung des Staatsapparates.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zugleich erfolgte dadurch eine machtpolitische Differenzierung im Kreis der NS-Gauleiter, ja selbst innerhalb der Reichsstatthalter: Einige durften nach 1935 Reichsstatthalter- und Ministerpräsidentenämter kombinieren, andere Reichsstatthalter- und Oberpräsidentenämter.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Reichsstatthaltergesetz_vom_30._Januar_1935">Reichsstatthaltergesetz vom 30. Januar 1935</h2></div>

<p>Zuvor dem Land angehörig, dessen <a href="Staatsgewalt" title="Staatsgewalt">Staatsgewalt</a> er ausübte, wurden nunmehr alle Reichsstatthalter für ihren Bezirk zu <i>ständigen Vertretern</i> der Reichsregierung und hatten die Aufgabe, „für die Beobachtung der vom Führer und Reichskanzler aufgestellten Richtlinien der Politik zu sorgen“.
</p><p>Sie hatten ebenso wie die preußischen Oberpräsidenten die Befugnis, sich von sämtlichen Reichs- und Landesbehörden in ihrem Bereich <i>unterrichten zu lassen</i> und „sie auf die maßgebenden Gesichtspunkte und die danach erforderlichen Maßnahmen <i>aufmerksam</i> zu machen“. Ferner durften sie bei Gefahr im Verzug <i>einstweilige Anordnungen</i> treffen. Darüber hinaus konnte der Reichsstatthalter auch mit der Führung einer Landesregierung beauftragt werden. Für den Zuschnitt der Bezirke der Reichsstatthalter trat keine Änderung ein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Saarpfalz/„Westmark“"><span id="Saarpfalz.2F.E2.80.9EWestmark.E2.80.9C"></span><span id="Westmark"></span> Saarpfalz/„Westmark“</h2></div>
<p>Nach der „Rückgliederung“ des <a href="Saargebiet" title="Saargebiet">Saargebietes</a> ab 1. März 1935 wurde in Saarbrücken eine neue Verwaltungsbehörde eingerichtet, die bis 1944 unter der Führung von <a href="Josef_B%C3%BCrckel" title="Josef Bürckel">Josef Bürckel</a> stand, dem schon amtierenden Gauleiter der <a href="Gau_Saarpfalz" title="Gau Saarpfalz">Saarpfalz</a> und Reichsstatthalter der <a href="Pfalz_(Bayern)" title="Pfalz (Bayern)">bayerischen Pfalz</a>, bis zum Kriegsende unter <a href="Willi_St%C3%B6hr" title="Willi Stöhr">Willi Stöhr</a> (ab 4. Oktober 1944 zunächst kommissarisch, ab 31. Januar 1945 dann als Gauleiter des Gaus Westmark). Bürckel erhielt den Titel „<a href="Reichskommissar" title="Reichskommissar">Reichskommissar</a> für die Rückgliederung des Saarlandes“ und hatte als ständiger Vertreter der Reichsregierung im <a href="Saarland" title="Saarland">Saarland</a> die Aufgabe, für die Beachtung der von <i><a href="F%C3%BChrer#Adolf_Hitler" title="Führer">Führer</a> und Reichskanzler</i> Hitler aufgestellten Richtlinien der Politik zu sorgen.
</p><p>Die Behördenbezeichnung änderte sich im Laufe der Jahre wie folgt:
</p>
<ul><li>11. Februar 1935: <i>Reichskommissar für die Rückgliederung des Saargebiets</i>,</li>
<li>17. Juni 1936: <i>Reichskommissar für das Saarland</i>,</li>
<li>8. April 1940: <i>Reichskommissar für die Saarpfalz</i> (gemeinsame Verwaltung –&nbsp;kein formeller Zusammenschluss&nbsp;– des Saarlandes und des <a href="Pfalz_(Bayern)" title="Pfalz (Bayern)">bayerischen Regierungsbezirks Pfalz</a>),</li>
<li>11. März 1941: <i>Reichsstatthalter in der Westmark</i> (gemeinsame Verwaltung –&nbsp;kein formeller Zusammenschluss&nbsp;– des Saarlandes, des bayerischen Regierungsbezirks Pfalz und des <a href="CdZ-Gebiet_Lothringen" title="CdZ-Gebiet Lothringen">CdZ-Gebietes Lothringen</a>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liste_der_Reichsstatthalter">Liste der Reichsstatthalter</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Altreich">Altreich</h3></div>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Statthalterbezirk</th>
<th>Sitz</th>
<th>Amtsinhaber
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Baden_(Land)" title="Baden (Land)">Baden</a><br>(1940–1945 Baden-Elsaß)</td>
<td><a href="Karlsruhe" title="Karlsruhe">Karlsruhe</a></td>
<td><a href="Robert_Wagner_(Gauleiter)" title="Robert Wagner (Gauleiter)">Robert Wagner</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Bayern" title="Bayern">Bayern</a></td>
<td><a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a></td>
<td><a href="Franz_Ritter_von_Epp" title="Franz Ritter von Epp">Franz von Epp</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Freistaat_Braunschweig" title="Freistaat Braunschweig">Braunschweig</a>/<a href="Freistaat_Anhalt" title="Freistaat Anhalt">Anhalt</a></td>
<td><a href="Dessau" title="Dessau">Dessau</a></td>
<td>1933–1935: <a href="Wilhelm_Friedrich_Loeper" title="Wilhelm Friedrich Loeper">Wilhelm Loeper</a><br>1935–1937: <a href="Fritz_Sauckel" title="Fritz Sauckel">Fritz Sauckel</a><br>1937–1945: <a href="Rudolf_Jordan_(Politiker)" title="Rudolf Jordan (Politiker)">Rudolf Jordan</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Hamburg_im_Dritten_Reich_und_Zweiten_Weltkrieg" class="mw-redirect" title="Hamburg im Dritten Reich und Zweiten Weltkrieg">Hamburg</a></td>
<td><a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a></td>
<td><a href="Karl_Kaufmann_(Gauleiter)" title="Karl Kaufmann (Gauleiter)">Karl Kaufmann</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Volksstaat_Hessen" title="Volksstaat Hessen">Hessen</a></td>
<td><a href="Darmstadt" title="Darmstadt">Darmstadt</a></td>
<td><a href="Jakob_Sprenger_(Politiker)" title="Jakob Sprenger (Politiker)">Jakob Sprenger</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Lippe_(Land)" title="Lippe (Land)">Lippe</a>/<a href="Schaumburg-Lippe" title="Schaumburg-Lippe">Schaumburg-Lippe</a></td>
<td><a href="Detmold" title="Detmold">Detmold</a></td>
<td><a href="Alfred_Meyer_(Gauleiter)" title="Alfred Meyer (Gauleiter)">Alfred Meyer</a><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Mecklenburg-Schwerin" title="Mecklenburg-Schwerin">Mecklenburg-Schwerin</a>/<a href="L%C3%BCbeck" title="Lübeck">Lübeck</a>/<a href="Mecklenburg-Strelitz" title="Mecklenburg-Strelitz">Mecklenburg-Strelitz</a><br>(1934–1937 Mecklenburg/Lübeck)<br>(1937–1945 Mecklenburg)</td>
<td><a href="Schwerin" title="Schwerin">Schwerin</a></td>
<td><a href="Friedrich_Hildebrandt_(Politiker)" title="Friedrich Hildebrandt (Politiker)">Friedrich Hildebrandt</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Oldenburg_(Land)" title="Oldenburg (Land)">Oldenburg</a>/<a href="Bremen_zur_Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Bremen zur Zeit des Nationalsozialismus">Bremen</a></td>
<td><a href="Oldenburg_(Oldenburg)" class="mw-redirect" title="Oldenburg (Oldenburg)">Oldenburg (Oldenburg)</a></td>
<td>1933–1942: <a href="Carl_R%C3%B6ver" title="Carl Röver">Carl Röver</a><br>1942–1945: <a href="Paul_Wegener_(Politiker)" title="Paul Wegener (Politiker)">Paul Wegener</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Preu%C3%9Fen" title="Preußen">Preußen</a></td>
<td><a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a></td>
<td>1933–1945: <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Adolf Hitler</a> (übertragen auf <a href="Hermann_G%C3%B6ring" title="Hermann Göring">Hermann Göring</a> als preußischem Ministerpräsidenten)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Sachsen" title="Sachsen">Sachsen</a></td>
<td><a href="Dresden" title="Dresden">Dresden</a></td>
<td><a href="Martin_Mutschmann" title="Martin Mutschmann">Martin Mutschmann</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Th%C3%BCringen_im_Nationalsozialismus" title="Thüringen im Nationalsozialismus">Thüringen</a></td>
<td><a href="Weimar" title="Weimar">Weimar</a></td>
<td><a href="Fritz_Sauckel" title="Fritz Sauckel">Fritz Sauckel</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="W%C3%BCrttemberg_zur_Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus">Württemberg</a></td>
<td><a href="Stuttgart" title="Stuttgart">Stuttgart</a></td>
<td><a href="Wilhelm_Murr" title="Wilhelm Murr">Wilhelm Murr</a>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Angeschlossene_Reichsgaue">Angeschlossene Reichsgaue</h3></div>
<p>In den neuen Reichsgauen (<a href="Reichsgau_Sudetenland" title="Reichsgau Sudetenland">Sudetenland</a>, <a href="Danzig-Westpreu%C3%9Fen" title="Danzig-Westpreußen">Danzig-Westpreußen</a>, <a href="Wartheland" title="Wartheland">Wartheland</a> und den <a href="Alpen-_und_Donau-Reichsgaue" title="Alpen- und Donau-Reichsgaue">Alpen- und Donau-Reichsgauen</a>) leitete der Reichsstatthalter die Verwaltung. Er war in Personalunion <a href="Gauleiter" class="mw-redirect" title="Gauleiter">Gauleiter</a> des gleichnamigen (Partei-)Gaues der NSDAP. Zuvor trug vom 15. März 1938<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bis zum 30. April 1939<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Arthur_Sey%C3%9F-Inquart" title="Arthur Seyß-Inquart">Arthur Seyß-Inquart</a> nach dem <a href="Anschluss_%C3%96sterreichs" title="Anschluss Österreichs">Anschluss Österreichs</a> als Leiter der <a href="Landesregierung_Sey%C3%9F-Inquart" title="Landesregierung Seyß-Inquart">Österreichischen Landesregierung</a> den Titel Reichsstatthalter. Ihm folgte von 1939 bis 1940 Josef Bürckel, der bereits seit 1938 „Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ war.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Statthalterbezirk</th>
<th>Sitz</th>
<th>Amtsinhaber
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Danzig-Westpreu%C3%9Fen" title="Danzig-Westpreußen">Danzig-Westpreußen</a></td>
<td><a href="Danzig" title="Danzig">Danzig</a></td>
<td>1939–1945: <a href="Albert_Forster" title="Albert Forster">Albert Forster</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="K%C3%A4rnten" title="Kärnten">Kärnten</a></td>
<td><a href="Klagenfurt" class="mw-redirect" title="Klagenfurt">Klagenfurt</a></td>
<td>1941–1945: <a href="Friedrich_Rainer" title="Friedrich Rainer">Friedrich Rainer</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Nieder%C3%B6sterreich" title="Niederösterreich">Niederdonau</a> (Niederösterreich)</td>
<td><a href="Wien" title="Wien">Wien</a></td>
<td>1940–1945: <a href="Hugo_Jury" title="Hugo Jury">Hugo Jury</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Ober%C3%B6sterreich" title="Oberösterreich">Oberdonau</a> (Oberösterreich)</td>
<td><a href="Linz" title="Linz">Linz</a></td>
<td>1940–1945: <a href="August_Eigruber" title="August Eigruber">August Eigruber</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Land_Salzburg" title="Land Salzburg">Salzburg</a></td>
<td><a href="Salzburg" title="Salzburg">Salzburg</a></td>
<td>1940–1941: <a href="Friedrich_Rainer" title="Friedrich Rainer">Friedrich Rainer</a><br>1941–1945: <a href="Gustav_Adolf_Scheel" title="Gustav Adolf Scheel">Gustav Adolf Scheel</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Steiermark" title="Steiermark">Steiermark</a></td>
<td><a href="Graz" title="Graz">Graz</a></td>
<td>1940–1945: <a href="Sigfried_Uiberreither" title="Sigfried Uiberreither">Sigfried Uiberreither</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Sudetenland" title="Sudetenland">Sudetenland</a></td>
<td><a href="Liberec" title="Liberec">Reichenberg</a></td>
<td>1939–1945: <a href="Konrad_Henlein" title="Konrad Henlein">Konrad Henlein</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Tirol-Vorarlberg" class="mw-redirect" title="Tirol-Vorarlberg">Tirol-Vorarlberg</a></td>
<td><a href="Innsbruck" title="Innsbruck">Innsbruck</a></td>
<td>1940–1945: <a href="Franz_Hofer_(Gauleiter)" title="Franz Hofer (Gauleiter)">Franz Hofer</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Wartheland" title="Wartheland">Wartheland</a></td>
<td><a href="Posen" title="Posen">Posen</a></td>
<td>1939–1945: <a href="Arthur_Greiser" title="Arthur Greiser">Arthur Greiser</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Westmark_(Gau)" class="mw-redirect" title="Westmark (Gau)">Westmark</a> (Pfalz, Saarland, Lothringen)</td>
<td><a href="Saarbr%C3%BCcken" title="Saarbrücken">Saarbrücken</a></td>
<td>1941–1944: <a href="Josef_B%C3%BCrckel" title="Josef Bürckel">Josef Bürckel</a><br>1944–1945: <a href="Willi_St%C3%B6hr" title="Willi Stöhr">Willi Stöhr</a><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Gro%C3%9F-Wien" title="Groß-Wien">Groß-Wien</a></td>
<td><a href="Wien" title="Wien">Wien</a></td>
<td>1940:<span style="visibility:hidden;">–9999</span> <a href="Josef_B%C3%BCrckel" title="Josef Bürckel">Josef Bürckel</a><br>1940–1945: <a href="Baldur_von_Schirach" title="Baldur von Schirach">Baldur von Schirach</a>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Gesetz_%C3%BCber_den_Neuaufbau_des_Reichs" title="Gesetz über den Neuaufbau des Reichs">Gesetz über den Neuaufbau des Reichs</a></li>
<li><a href="Preu%C3%9Fenschlag" title="Preußenschlag">Preußenschlag</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Ralf Gebel: <i>„Heim ins Reich!“ Konrad Henlein und der Reichsgau Sudetenland (1938–1945).</i> 2. Aufl., Oldenbourg, München 2000, ISBN 3-486-56468-4, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://ostdok.de/id/BV012814934/ft/bsb00092896?page=113">S.&nbsp;96</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Martin_Broszat" title="Martin Broszat">Martin Broszat</a>: <i>Der Staat Hitlers. Grundlegung und Entwicklung seiner inneren Verfassung</i>. 8. Aufl., dtv, München 1979, ISBN 3-423-04009-2, S.&nbsp;140&nbsp;ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinz-Jürgen Priamus: <i>Meyer. Zwischen Kaisertreue und NS-Täterschaft. Biographische Konturen eines deutschen Bürgers.</i> Klartext Verlag, Essen 2011, ISBN 978-3-8375-0592-4.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Österreichische Landesregierung</i> vom 15.&nbsp;März 1938, RGBl. 1938 I S. 249 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?apm=0&amp;aid=dra&amp;datum=19380004&amp;seite=00000249&amp;zoom=2">online</a> auf <a href="ALEX_%E2%80%93_Historische_Rechts-_und_Gesetzestexte_Online" title="ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online">ALEX</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Reichsgesetzblatt" title="Reichsgesetzblatt">RGBl.</a> I 1939, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;datum=1939&amp;page=1010">S. 779</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ernst_Klee" title="Ernst Klee">Ernst Klee</a>: <i><a href="Das_Personenlexikon_zum_Dritten_Reich" title="Das Personenlexikon zum Dritten Reich">Das Personenlexikon zum Dritten Reich</a>. Wer war was vor und nach 1945?</i>. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2007, S. 82.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Joachim_Lilla" title="Joachim Lilla">Joachim Lilla</a>: <span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/stoehr-willi"><i>Stöhr, Willi.</i></a> In: <i>Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945.</i> <a href="Bayerische_Landesbibliothek_Online" class="mw-redirect" title="Bayerische Landesbibliothek Online">Bayerische Landesbibliothek Online</a>, 11.&nbsp;September 2012,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 19.&nbsp;September 2012</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AReichsstatthalter&amp;rft.title=St%C3%B6hr%2C+Willi&amp;rft.description=St%C3%B6hr%2C+Willi&amp;rft.identifier=&amp;rft.publisher=%5B%5BBayerische+Landesbibliothek+Online%5D%5D&amp;rft.date=2012-09-11">&nbsp;</span></span>
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</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Zweites_Gesetz_zur_Gleichschaltung_der_L%C3%A4nder_mit_dem_Reich" class="extiw external" title="s:Zweites Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich">Wikisource: Zweites Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich</a></b>&nbsp;– Quellen und Volltexte</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Reichsstatthaltergesetz" class="extiw external" title="s:Reichsstatthaltergesetz">Wikisource: Reichsstatthaltergesetz</a></b>&nbsp;– Quellen und Volltexte</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.verfassungen.de/de33-45/gleichschaltung33-2.htm"><i>Altes Reichsstatthaltergesetz</i></a> vom 7. April 1933</li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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